Ein stiller Moment
Dieser Frosch hatte sich einen ziemlich perfekten Platz ausgesucht – ein großes Blatt direkt an der Wasseroberfläche.
Was ich an diesem Bild besonders mag, ist die Spiegelung. Das Wasser war so ruhig, dass unter dem Frosch ein zweiter entstand, während alles um ihn herum fast vollständig in der Dunkelheit verschwand.
Für einen Moment gab es nur ihn, das Blatt und sein Spiegelbild. Still, ruhig und völlig ungestört.
Mein kleiner Assistent
Anscheinend war ich an diesem Tag nicht die Einzige, die sich für meine Fotoausrüstung interessierte.
Diese kleine Heuschrecke hatte sich ausgerechnet meinen Stativkopf als Aussichtspunkt ausgesucht. Dort saß sie ganz selbstverständlich, als würde sie kurz überprüfen wollen, ob bei meiner Ausrüstung auch alles richtig eingestellt ist.
Natürlich musste ich sie fotografieren. Schließlich passiert es nicht jeden Tag, dass die Natur zur Abwechslung mal die Fotografin und ihre Ausrüstung genauer unter die Lupe nimmt.
Ins Licht
Diese kleine Raupe bewegte sich langsam über die raue Oberfläche des Holzes.
Was mich an der Szene sofort fasziniert hat, war der Gegensatz: ihr dunkler, fast etwas bedrohlich wirkender Körper und dieses warme Licht um sie herum.
Genau hinter ihr traf die Sonne durch eine kleine Lücke und wurde zu einem Lichtstern. Plötzlich wirkte diese winzige Raupe für einen Moment wie die Hauptfigur auf einer ziemlich großen Bühne.
Wellenkreise
Das Wasser war fast vollständig dunkel. Nur die grünen Spiegelungen verrieten ein wenig von dem, was sich unter der Oberfläche bewegte.
Dann tauchte der Fisch im Licht auf. Mit seiner Bewegung entstanden immer neue Kreise, die sich über das Wasser ausbreiteten, größer wurden und schließlich wieder in der Dunkelheit verschwanden.
Eigentlich ist es eine ganz kleine Szene. Aber genau dieses Spiel aus Licht, Bewegung und den vielen feinen Linien auf dem Wasser hat mich einen Moment länger hinschauen lassen.