Silhouette eines einzelnen Baumes auf einer Wiese vor einem gedämpften, leicht grünlich-goldenen Abendhimmel. Hoch oben ist schwach ein Flugzeug mit einer langen Kondensspur zu erkennen.

Im Licht verborgen

Als ich dieses Foto aufgenommen habe, habe ich das Flugzeug überhaupt nicht gesehen. Der Himmel war einfach viel zu hell.

Erst später bei der Bearbeitung habe ich das Bild deutlich dunkler gemacht. Ich wollte die Stimmung etwas ruhiger und geheimnisvoller wirken lassen und die Silhouette des Baumes stärker hervorheben.

Und plötzlich war es da – ein Flugzeug, das den Himmel durchquert und eine lange Spur hinter sich herzieht. Etwas, das die ganze Zeit im Bild gewesen war und im hellen Himmel vollkommen verschwunden ist.

Definitiv nicht das, womit ich gerechnet hatte, als ich angefangen habe, dieses Foto zu bearbeiten.

Ein schmaler Wasserfall fließt über mehrere felsige Stufen einen steilen, dicht bewaldeten Berghang hinab. Das helle Wasser hebt sich deutlich vom dunklen Grün des Waldes ab.

Nach dem Regen

Es hatte unglaublich viel geregnet, und danach wirkte der Wald fast wie verwandelt.

Überall suchte sich das Wasser seinen Weg den Berghang hinunter, über Felsen und zwischen den Bäumen hindurch. Und plötzlich war da dieser Wasserfall – wie eine lange helle Linie, die sich durch das dunkle Grün des Waldes zog.

Ich hatte diese Landschaft vorher noch nie so gesehen. Ein paar Tage Regen hatten aus einem vertrauten Ort für einen kurzen Moment etwas völlig anderes gemacht.

Pflanzen und kleine violette Blüten werden von der tief stehenden Morgensonne von hinten beleuchtet. Ihre Blätter leuchten golden an den Rändern, während die aufgehende Sonne und der Hintergrund weich verschwimmen.

Morgenlicht

Die Sonne war gerade aufgegangen und tauchte die Landschaft in warmes Licht.

Ich mochte besonders, wie es sich seinen Weg durch die Szene suchte und die Pflanzen vor mir an ihren Rändern zum Leuchten brachte. Alles dahinter verlor langsam seine Konturen und verschwand im goldenen Morgenlicht.

Es war einer dieser Morgen, an denen ich eigentlich gar kein bestimmtes Motiv brauchte. Das Licht selbst war Grund genug, die Kamera zu nehmen.

Ein riesiger Schwarm aus Tausenden Staren fliegt bei Sonnenaufgang über einer Schilflandschaft. Die dunklen Silhouetten der Vögel füllen einen großen Teil des orange-golden gefärbten Morgenhimmels.

Morgendlicher Aufbruch

Tausende Stare hatten die Nacht versteckt im Schilf verbracht.

Dann, im ersten Licht des Morgens, brachen sie auf. Nicht einer nach dem anderen, sondern gemeinsam – plötzlich war der Himmel voller unzähliger kleiner Silhouetten.

Für ein paar Augenblicke war von der Ruhe des Morgens nicht mehr viel übrig. Überall waren Flügelschläge und Bewegung, bis sich der riesige Schwarm langsam über die Landschaft verteilte.

Und genauso schnell, wie der Himmel voller Vögel gewesen war, wurde es wieder still.

Goldener Sonnenaufgang über einer flachen Landschaft, fotografiert durch dunkle, unscharfe Schilfhalme im Vordergrund. Die tief stehende Sonne leuchtet zwischen orangefarbenen Wolkenbändern hervor.

Durch das Schilf

Die Sonne ging gerade hinter der Landschaft auf und färbte den Himmel in Gold- und Orangetöne.

Statt nach einer freien Sicht zu suchen, fotografierte ich den Sonnenaufgang bewusst durch das Schilf. Die dunklen, unscharfen Halme verdecken einen Teil der Aussicht – und genau das mag ich an diesem Bild.

Es fühlt sich nicht an, als würde man die Landschaft nur betrachten. Eher so, als würde man selbst dort im Schilf stehen und durch die Halme in den neuen Morgen schauen.